Mehr Newsletter-Abonnenten — die besten Strategien für mehr Anmeldungen

Vitali Lutz
Expertise für E-Mail-Marketing und Automatisierung
Aktualisiert am 09. Februar 2026
Alarm 6:52 Minuten Lesezeit

Niemand kann es sich heute leisten, auf einen Newsletter zu verzichten. Jeder sollte eine eigene E-Mail-Liste aufbauen. Hat man einen Newsletter mit einer großen Anzahl an Lesern, lassen sich per Knopfdruck Einnahmen generieren.

Viele Websites haben das Problem, dass zwar ein Newsletter angeboten wird, es mit den Abonnenten aber einfach nicht richtig klappt. Das ist ein lösbares Problem, und die Lösung kann sich durch gezielte Strategien deutlich verbessern.

Die besten Strategien für mehr Newsletter-Abonnenten

Mit den folgenden 3 einfachen Schritten lassen sich mehr Newsletter-Abonnenten gewinnen, ohne dafür die Anzahl der Besucher auf der E-Mail-Einsammelseite erhöhen zu müssen.

Einen perfekten Köder finden

Zunächst wird ein guter Köder benötigt. Das Problem ist, dass sich heute kaum noch jemand zu einem Newsletter anmeldet, wenn der Vorteil einer Anmeldung nicht klar kommuniziert wird.

Genau dieser Vorteil wird durch ein Geschenk für die kostenlose Newsletter-Anmeldung geschaffen.

Der Interessent trägt seine E-Mail-Adresse und eventuell seinen Vornamen in die Eingabefelder ein, durchläuft den Anmeldeprozess und erhält im Anschluss ein Geschenk.

Was kann als Geschenk dienen?

  • Ein kostenloses eBook
  • Eine Software, zum Beispiel Shareware oder Freemium
  • Ein Video, das nur Newsletter-Abonnenten sehen können
  • Ein kostenloses Seminar oder Webinar
  • Ein Gutschein, um beim nächsten Einkauf zu sparen
  • Ein 7-Tage-E-Mail-Kurs

Wichtig ist, dass das Geschenk einen echten Mehrwert bietet. Andernfalls wird auch dieses Angebot kaum zu einer Newsletter-Anmeldung führen.

In der Praxis haben sich kostenlose eBooks und E-Mail-Kurse in fast allen Branchen als sehr zuverlässig erwiesen. Wertvolle Informationen werden sehr gerne als Grund für die Anmeldung zu einem Newsletter angesehen.

Bei Online-Shops kann ein Gutschein besonders sinnvoll sein.

In Informationsbranchen erzielen vor allem kostenlose Ressourcen wie eBooks, Videos oder Gratis-Kurse sehr gute Ergebnisse.

Zusätzlich kann es sinnvoll sein, mehrere Köder oder Geschenke gegeneinander zu testen, um herauszufinden, womit sich die meisten Anmeldungen erzielen lassen. Solche Tests liefern wertvolle Zahlen und sollten regelmäßig durchgeführt werden.

Den Mehrwert des Newsletters klar kommunizieren

Wenn der Mehrwert nicht klar kommuniziert wird, wird kaum jemand das Abonnement abschließen. Es gilt also, die Anmeldung auf die E-Mail-Liste mit Vorteilen zu verknüpfen. In der Praxis bedeutet das, dass man direkt oberhalb des Anmeldeformulars eine Liste mit allen Vorteilen platziert.

Viele Betreiber von Newslettern machen genau das — es dürfte nicht überraschen, dass sie teilweise sehr große Listen haben.

Ein Beispiel für die Auflistung von Newsletter-Vorteilen.
Ein Beispiel für die Auflistung von Newsletter-Vorteilen. | Quelle: Pearl.de

Die Vorteile sind klar aufgelistet, sodass sich potenzielle Abonnenten einfach für eine Anmeldung entscheiden können.

Social Proof einsetzen

Social Proof beschreibt das Prinzip, dass Menschen sich bei Entscheidungen am Verhalten und an den Erfahrungen anderer orientieren. Kurz gesagt: Wenn viele andere einen Newsletter abonnieren oder gut finden, wirkt es automatisch vertrauenswürdiger.

Typische Formen von Social Proof auf der Newsletter-Anmeldeseite:

  • Anzahl der Newsletter-Abonnenten ("Bereits über 15.000 Leser")
  • Kurze Aussagen zufriedener Leser, echte Stimmen mit Namen und Foto wirken deutlich stärker als anonyme Aussagen
  • Berichte von Influencern, die den Newsletter weiterempfehlen
  • Sterne-Bewertungen oder kurze Review-Auszüge
  • Hinweise auf Qualifikationen, Auszeichnungen oder Fachbeiträge, sodass der Newsletter auf einer fundierten Expertise basiert

Wenn man den Social Proof gut sichtbar in der Nähe des Formulars oder des Anmeldebuttons platziert, wirkt er am besten und sorgt für höhere Anmelderaten.

Das Anmeldeformular präsenter machen

Ist das Newsletter-Anmeldeformular bereits in die Website integriert, bleibt die Zahl der Neuanmeldungen aber hinter den Erwartungen zurück, liegt das häufig an einer zu geringen Sichtbarkeit.

Dieses Problem lässt sich meist innerhalb weniger Minuten beheben.

Newsletter-Formular in der Sidebar

Gibt es auf der Website eine Sidebar, sollte das Newsletter-Anmeldeformular möglichst weit oben platziert werden. So sehen Besucher die Newsletter-Anmeldung und das Geschenk sofort beim Betreten der Seite.

Wichtig ist, dass das Geschenk klar kommuniziert wird und deutlich gemacht wird, warum sich eine Anmeldung lohnt. Nicht nur Produkte wollen verkauft werden, sondern auch der Newsletter selbst.

Besonders effektiv ist eine fixierte Sidebar, die auch beim Scrollen sichtbar bleibt. So kann das Newsletter-Angebot jederzeit wahrgenommen werden, selbst wenn die Entscheidung zur Anmeldung erst später fällt.

Newsletter-Formular unter jedem Artikel

Zusätzlich sollte unter jedem Artikel eine Newsletter-Anmeldung angeboten werden. Besucher, die einen Beitrag vollständig lesen, zählen zu den heißesten Kandidaten für den Newsletter.

Auch hier wird klar kommuniziert, welchen Vorteil die kostenlose Anmeldung bietet. Eine klare Handlungsaufforderung im Button verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Newsletter-Formular in einer Pop-up-Box

Pop-ups sind nicht sonderlich beliebt, gelten aber weiterhin als eine der effektivsten Methoden, um aus kalten Besuchern Newsletter-Abonnenten zu machen.

Eine Pop-Up-Box für Newsletter-Anmeldung auf der Forbes Website
Eine Pop-Up-Box für Newsletter-Anmeldung auf der Forbes Website | Quelle: Forbes

Forbes.com hat es sehr clever umgesetzt: Man öffnet einen Artikel und direkt beim Laden der Seite wird ein Pop-up angezeigt, das sich über den Inhalt der Seite legt. Es ist nicht zu aggressiv, aber auch nicht zu passiv. Wer möchte, kann den Newsletter abonnieren, alle anderen schließen das Pop-up.

Technisch lässt sich einstellen, dass ein Pop-up erscheint, wenn ein Besucher die Seite verlassen möchte oder bereits einige Sekunden auf der Seite verbracht hat.

Unabhängig vom gewählten Auslöser sollte sichergestellt werden, dass das Pop-up jedem Besucher nur einmal angezeigt wird. Zu häufige Einblendungen wirken schnell nervig.

Wer unsicher ist, kann das Pop-up erst kurz vor dem Verlassen der Seite anzeigen lassen. Danach ist der Besucher ohnehin meist verloren, das Risiko hält sich also in Grenzen.

Anmeldeprozess vereinfachen

Es klingt einfach, aber genauso ist es: Indem man den Anmeldeprozess vereinfacht, tragen sich mehr Interessenten in die E-Mail-Liste ein. Auf diese Weise wird der Aufbau der E-Mail-Liste deutlich beschleunigt.

In den meisten Fällen genügt die Abfrage einer E-Mail-Adresse, da nur diese entscheidend ist, um den Newsletter versenden zu können. Name und andere Angaben sind optional und sollten nur bei Bedarf erfragt werden.

Professionelle Newsletter-Betreiber sorgen für einen minimalen Aufwand bei der Anmeldung. Zwar verlieren sie dadurch wertvolle Daten, dafür erhalten sie jedoch mehr E-Mail-Adressen, was wichtiger ist als vollständige Nutzerprofile.

Beispiel für ein einfaches Anmeldeformular
Beispiel für ein einfaches Anmeldeformular | Quelle: envato

Alle Vorteile in weniger Worten, nur die Abfrage einer E-Mail-Adresse, so einfach macht es envato, die Besucher zu Newsletter-Lesern zu machen.

Eine Landingpage einsetzen

Eine Landingpage ist eine speziell erstellte Webseite mit einem klar definierten Ziel, zum Beispiel der Newsletter-Anmeldung.

In vielen Fällen funktionieren Landingpages besser als einfache Anmeldeformulare, da sie konsequent auf eine einzige Handlung optimiert sind und nur zwei Optionen bieten:

  1. Das Angebot annehmen
  2. Die Seite verlassen

Es gibt keine Ablenkungen wie Navigationselemente oder andere Inhalte. Der Interessent entscheidet sich klar für "ja" oder "nein".

Oft lassen sich nur etwa 3–5 % der Besucher konvertieren. Mit einer gut optimierten Landingpage sind in Ausnahmefällen auch 10 % oder mehr möglich. Manche Landingpages erreichen 30 % und mehr Anmeldungen. Diese sind bereits perfekt optimiert und haben ideale Besucher.

Ein gutes Beispiel für eine gelungene Landingpage:

Landingpage für die Newsletter-Anmeldung von HubSpot
Landingpage für die Newsletter-Anmeldung von HubSpot | Quelle: HubSpot

HubSpot setzt auf die klassische Struktur der Landingpage. Eine große Schlagzeile, darunter ein Marketingtext, der das kostenlose Angebot für die richtige Zielgruppe attraktiv macht, rechts eine Abbildung und ein Anmeldeformular. Jeder weiß sofort, was angeboten wird und was man als Nächstes machen muss.

Auf der Landingpage muss klar kommuniziert werden, worum es geht, welche Vorteile sich ergeben und welche Handlung erforderlich ist, um diese zu erhalten.

Mehr Abonnenten durch eine bessere Besucherquelle

Bei der Gewinnung neuer Newsletter-Abonnenten ist die Besucherquelle ein entscheidender Faktor. Das ist keine Strategie, sondern die Grundvoraussetzung für jeglichen Erfolg eines onlinebasierten Geschäfts.

Es macht einen großen Unterschied, ob Besucher

  • über Suchmaschinen,
  • durch bezahlte Werbung,
  • oder über Empfehlungen,

auf die Website gelangen.

Besucher aus Suchmaschinen gelten als "kalt". Sie kennen den Betreiber nicht, bringen wenig Vertrauen mit und suchen meist nur nach einer konkreten Information.

Solche Besucher müssen zunächst aufgewärmt werden, bevor eine Newsletter-Anmeldung realistisch ist. Der Faktor Vertrauen spielt dabei eine zentrale Rolle.

Dieser Aufwärmprozess kann relativ schnell erfolgen, wenn hochwertige und vor allem nützliche Inhalte bereitgestellt werden, die sofort weiterhelfen und Lust auf mehr machen.

Aus diesem Grund betreiben nahezu alle großen Unternehmen heute einen eigenen Blog. Content-Marketing baut Vertrauen auf und demonstriert Expertise.

Wer Newsletter-Abonnenten gewinnen möchte, sollte als Experte wahrgenommen werden – schließlich wird diese Expertise auch im Newsletter erwartet.

Wer liest schon gerne einen thematischen Newsletter von jemandem, dem keine Fachkenntnis zugetraut wird?

Die wahren Experten behaupten nicht, welche zu sein — sie lassen ihre Arbeit für sich sprechen.

Besucher müssen über Inhalte zunächst vorbereitet werden, bevor sie zu potenziellen Newsletter-Abonnenten werden.

Genau deshalb sind Pop-ups direkt beim ersten Seitenaufruf oft eine schlechte Idee. Besucher aus Suchmaschinen kennen den Anbieter noch nicht und reagieren eher skeptisch.

Die Wahrscheinlichkeit einer Anmeldung ist in diesem Moment sehr gering.

Ein ähnliches Problem zeigt sich bei bezahlter Werbung. Auch hier fehlt zunächst das Vertrauen, das erst mühsam aufgebaut werden muss.

Berücksichtigt man die Bedeutung der Besucherquelle, wird schnell klar, warum die Gewinnung neuer Newsletter-Abonnenten eine echte Herausforderung ist.

Viele Newsletter-Anmeldungen erfolgen daher nicht beim ersten Besuch, sondern bei späteren Rückkehrern. Wiederkehrende Besucher haben bereits Vertrauen aufgebaut.

Fazit

Viele Webseiten bieten zwar eine Newsletter-Anmeldung an, machen dabei aber grundlegende Fehler. Das führt häufig dazu, dass Besucher nicht zu Abonnenten werden.

Die beschriebenen Strategien in diesem Artikel verwandeln nahezu jede Website in eine deutlich effektivere Listenaufbau-Maschine.

Passt das Thema zum Interesse der Besucher und trifft das "Geschenk" oder die "Vorteile für die Anmeldung" genau deren Bedürfnisse, fällt es deutlich leichter, mehr Anmeldungen zu erzielen.

Vor allem eine richtig eingesetzte Landingpage kann sehr wirkungsvoll bei der Gewinnung von Newsletter-Abonnenten sein und sollte sowohl sauber und zielführend strukturiert als auch sehr aktiv beworben werden.

Auf der Landingpage gibt es nur eine Entscheidung: Newsletter abonnieren oder die Seite verlassen. Genau diese Einfachheit sorgt für hohe Konversionsraten.

Und zuletzt darf die Besucherquelle nicht vernachlässigt werden. Es braucht Zeit, Geduld und eine durchdachte Strategie, um neue Besucher für den Newsletter zu begeistern.

Umleitung läuft... 5

Du wirst zur Zielseite weitergeleitet, bitte warten.