E-Mail-Öffnungsrate steigern: Bewährte Tipps aus der Praxis

Vitali Lutz
Expertise für E-Mail-Marketing und Automatisierung
Aktualisiert am 09. Februar 2026
Alarm 7:42 Minuten Lesezeit

Wenn für eine Website eine Newsletter-Kampagne geplant wird, steht dabei immer ein klares Ziel im Fokus: eine maximale Klick- und Öffnungsrate mit dem Newsletter zu erreichen.

Dafür gibt es einen guten Grund.

Gelingt es nicht, eine hohe Öffnungsrate zu erzielen, wird mit jeder versendeten E-Mail Geld verbrannt. Ist die Öffnungsrate schlecht, sollte alles andere zurückgestellt werden, um diesem Problem die volle Aufmerksamkeit zu widmen.

Hat ein Newsletter eine schwache Interaktion mit den Empfängern, ist schnelles Handeln gefragt: Das Problem muss identifiziert und gelöst werden.

Was ist eine gute Öffnungsrate?

Bevor es zu konkreten Tipps geht, mit denen sich die Öffnungsrate eines Newsletters teilweise drastisch steigern lässt, sollte zunächst geklärt werden, was eigentlich als gute Öffnungsrate gilt.

Und hier können die Zahlen stark variieren. Grundsätzlich gilt: Liegt die Öffnungsrate unter 10 %, läuft etwas grundlegend falsch. Eine so niedrige Quote ist eindeutig zu gering, und die Ursache sollte so schnell wie möglich gefunden werden.

Im Durchschnitt erreichen Newsletter eine Öffnungsrate von etwa 20–30 %. Das bedeutet, dass ungefähr jeder fünfte Empfänger die E-Mail öffnet oder liest.

Die aktuell durchschnittliche Öffnungsrate für alle Branchen liegt bei ca. 20 %.

Dieser Wert ist aus persönlicher Sicht eher enttäuschend und sollte deutlich steigerbar sein. Das Ziel sollte sein, mindestens eine Öffnungsrate von 30–40 % zu erreichen — alles darunter ist langfristig nicht zufriedenstellend.

In Zeiten von E-Mail-Flut und ständiger Ablenkung ist eine Öffnungsrate von über 40 % eine sehr starke Leistung!

Doch wie lässt sich die Öffnungsrate konkret verbessern?

Die besten Tipps zum Verbessern der Öffnungsrate

Die folgenden neun Tipps aus der Praxis haben sich vielfach bewährt. Sie lassen sich schnell umsetzen und können die Öffnungsrate eines Newsletters spürbar steigern.

Tipp 1: Die E-Mail-Liste sauber halten

Der wichtigste Schritt ist eine gepflegte E-Mail-Liste. Dazu gehört, alle toten oder inaktiven E-Mail-Adressen konsequent zu entfernen. Gute Newsletter-Software dokumentiert für jede Adresse einen vollständigen Versandverlauf.

Erhält eine E-Mail-Adresse beispielsweise häufig Rückläufer (Bounces), sollte die Software dies erkennen und den weiteren Versand entsprechend anpassen.

Viele Newsletter-Tools bieten Funktionen zum automatischen Löschen inaktiver oder ungültiger Adressen – diese sollten regelmäßig genutzt werden.

Alternativ bleibt nur die manuelle Prüfung einzelner Adressen, was allerdings sehr zeitaufwendig ist. Idealerweise übernimmt eine Newsletter-Software diese Aufgabe automatisch.

Saubere E-Mail-Listen sorgen fast immer für eine bessere Zustell- und Öffnungsrate. Sie sind die Grundlage für eine hochwertige Empfängerliste und langfristigen Erfolg.

Tipp 2: Spam-Begriffe im Betreff und Inhalt vermeiden

Bestimmte Begriffe werden häufig von Spammern verwendet und sind daher bei Spamfiltern bekannt. Eingehende E-Mails werden automatisch auf solche Begriffe geprüft.

Obwohl die heutigen E-Mail-Anbieter sehr schlau sind und nicht nur anhand von Begriffen den Spamverdacht prüfen, können sie Spam-Begriffe im Betreff und im E-Mail-Inhalt nicht ignorieren.

Enthält eine E-Mail zu viele typische Spam-Ausdrücke im Betreff oder Inhalt, wird sie entweder abgewiesen oder landet direkt im Spam-Ordner.

Und der Spam-Ordner wird von den wenigsten regelmäßig kontrolliert.

Nur wer eine wichtige Nachricht erwartet, sucht gezielt in diesem Ordner nach einer E-Mail. Alle anderen ignorieren diesen Ordner meist vollständig — mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Öffnungsrate legitimer E-Mail-Versender, deren E-Mails einfach im falschen Ordner landen.

Kostenlose Tools helfen dabei, einzuschätzen, wie hoch das Spam-Risiko einer E-Mail ist. Ein empfehlenswertes Tool ist EmailChecky. Nach dem Versand einer Test-E-Mail an die angegebene Adresse lässt sich der Status der Nachricht detailliert prüfen.

Die Auswertung zeigt übersichtlich, wo potenzielle Probleme liegen und was optimiert werden sollte. So lassen sich Fehler vor dem eigentlichen Newsletter-Versand gezielt beheben.

Tipp 3: Den perfekten Versandzeitpunkt wählen

Der Versandzeitpunkt ist entscheidend für den Erfolg eines Newsletters. Wie groß der Einfluss ist, zeigt ein ausführlicher Artikel zum Thema: Die beste Versandzeit für einen Newsletter. Wird ein Newsletter zur falschen Zeit verschickt, geht er in der Masse anderer E-Mails unter und wird leicht übersehen.

Die folgende Grafik verdeutlicht, wie stark sich der Versandzeitpunkt auf die Öffnungsrate auswirkt:

Die beste Versandzeit nach Stunden
Die beste Versandzeit nach Stunden | Quelle: MailChimp

Wer die Öffnungsrate kurzfristig steigern möchte, sollte den Newsletter konsequent zur optimalen Zeit versenden. Moderne Newsletter-Software, beispielsweise Rapidmail, liefert dafür meist sehr zuverlässige Empfehlungen.

Da viele E-Mail-Nutzer täglich nur einen Bruchteil ihrer Nachrichten lesen, werden vor allem jene E-Mails geöffnet, die zum richtigen Zeitpunkt im Posteingang landen.

Tipp 4: Vertrauter E-Mail-Absender

Auch dieser Punkt hat einen massiven Einfluss auf den Erfolg eines Newsletters: ein unbekannter oder wechselnder Absendername. Wie oft landet eine E-Mail im Posteingang, deren Absender nicht bekannt ist? In vielen Fällen wird sie ignoriert oder direkt gelöscht.

Ein Beispiel: Ein Online-Shop für Matratzen trägt den Namen "Matratzen-Paradies". Genau dieser Name sollte auch konsequent als Absender verwendet werden, insbesondere dann, wenn der Aufbau einer Marke das Ziel ist.

Nach der Anmeldung zu einem Newsletter machen sich Empfänger in der Regel mit dem Absendernamen vertraut. Bleibt dieser konstant, ist sofort klar, von wem die E-Mail stammt und welche Inhalte zu erwarten sind.

Problematisch wird es, wenn der Absendername plötzlich geändert wird, etwa von "Matratzen-Paradies" zu "Billige Matratzen". Der Wiedererkennungswert geht verloren, und die E-Mail wird schnell als Spam eingestuft.

Ein klarer, wiedererkennbarer Absendername sollte einmal festgelegt und dauerhaft verwendet werden. Gleiches gilt für die Absender-E-Mail-Adresse, die ebenfalls konstant bleiben sollte.

Tipp 5: Kreative Betreffzeilen verwenden

Die Betreffzeile ist einer der entscheidendsten Faktoren für die Öffnungsrate. Zwei Beispiele verdeutlichen das:

  1. Betreff 1: Newsletter: 778
  2. Betreff 2: 15 % Rabatt für 72 Stunden auf Luftmatratzen

Die zweite Variante macht sofort klar, welchen Mehrwert die E-Mail bietet – und genau das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie geöffnet wird. Sie macht die E-Mail dringlich, sagt, worum es geht, und sorgt für das sofortige Öffnen der E-Mail. Wer solche E-Mails nicht einmal öffnet, ist wohl kein potenzieller Kunde.

Ist aus der Betreffzeile nicht sofort ersichtlich, warum sich ein Öffnen lohnt, wird die E-Mail oft ungelesen gelöscht.

Eine uninteressante Betreffzeile führt häufig dazu, dass eine E-Mail nur kurz überflogen und anschließend entsorgt wird. Dieses Verhalten ist weit verbreitet. Erfolgreiche Newsletter haben fast immer eines gemeinsam:

Einen attraktiven, klaren und neugierig machenden Betreff.

Das ist kein Zufall.

Es lohnt sich, gezielt zu lernen, starke Betreffzeilen zu texten. Der Erfolg lässt sich mit jeder guten Newsletter-Software zuverlässig messen. In vielen Fällen entscheidet der Betreff über Erfolg oder Misserfolg einer E-Mail. Außerdem sollte er nicht länger als 50 Zeichen sein, da er sonst auf vielen Geräten abgeschnitten wird.

Tipp 6: Personalisierung gezielt einsetzen

Aktuelle Statistiken zeigen deutlich: Schon eine einfache Personalisierung kann die Performance von E-Mails erheblich steigern. Unpersönliche Nachrichten wirken schnell wie klassische Massenmails.

Der Grund dafür ist offensichtlich.

Heutige E-Mail-Empfänger möchten nicht wie alle anderen behandelt werden. Sie möchten persönlich angesprochen werden und Inhalte erhalten, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Bereits kleine persönliche Elemente können die Wahrnehmung erheblich verbessern.

Besonders wirkungsvoll sind personalisierte Betreffzeilen wie:

  • Statusänderung zu Ihrer Bestellung #123456789
  • [Name], neue Funktionen für dein Facebook-Automation-Tool
  • Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Hier ist dein Geschenk...

Die meisten Newsletter-Systeme unterstützen Personalisierung problemlos. Mindestens der Vorname sollte daher bei der Anmeldung abgefragt werden. Im B2B-Bereich kann es sinnvoll sein, zusätzlich Nachname und Geschlecht zu erfassen, um Inhalte später noch präziser anzupassen.

Personalisierung im E-Mail-Marketing wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen — davon gehen inzwischen die meisten Marketing-Experten aus. Auch aus praktischer Erfahrung zeigt sich: personalisierte E-Mails erzielen konstant bessere Ergebnisse.

Tipp 7: Newsletter mit echtem Mehrwert versenden

Dieser Punkt ist entscheidend für den langfristigen Erfolg eines Newsletters — es geht um den Inhalt. Neue Abonnenten lesen vor allem die ersten E-Mails nach der Anmeldung besonders aufmerksam.

Der Grund ist simpel:

Es wird geprüft, ob der Newsletter inhaltlich überzeugt. Ist das nicht der Fall, erfolgt die Abmeldung meist sehr schnell. Der Schlüssel zum Erfolg lautet daher:

Maximaler Mehrwert ab der ersten E-Mail.

Wirken Newsletter dauerhaft langweilig oder bestehen überwiegend aus Verkaufsbotschaften, sinkt die Öffnungsrate zwangsläufig. Mit minderwertigen Inhalten lässt sich die Öffnungsrate nicht steigern. Bei niedrigen Öffnungsraten sollte deshalb zuerst der bisherige Inhalt kritisch hinterfragt werden.

Viele Versender wissen, dass ihre Inhalte austauschbar sind, ändern aber dennoch nichts daran. Genau darin liegt eine große Chance. Wer Newsletter konsequent an den Interessen der Empfänger ausrichtet und echten Nutzen bietet, hebt sich deutlich ab.

Das Ergebnis: Jeder neue Newsletter wird mit Spannung erwartet — und die Öffnungsrate steigt oft auf über 30 %.

Tipp 8: Im Gedächtnis der Empfänger bleiben

Regelmäßige E-Mails sorgen dafür, dass Marke und Angebot präsent bleiben. Zwei bis drei Newsletter pro Woche haben sich in vielen Fällen als sinnvoll erwiesen.

Zu häufige Mailings können jedoch schnell nerven. Stapeln sich ungelesene E-Mails im Posteingang, wirkt sich das negativ auf die Interaktion aus.

Eine Ausnahme bilden kurze Willkommens-Serien. In dieser Phase ist die Aufmerksamkeit besonders hoch, sodass auch tägliche E-Mails für wenige Tage akzeptiert werden.

Langfristig sollte man mindestens eine E-Mail pro Woche an die Liste versenden. Es ist nicht schwierig, hochwertige, auf die Interessen der Empfänger optimierte Inhalte einmal pro Woche zu erstellen. Notfalls kann ein Blogartikel in umgeschriebener und kürzerer Form eingesetzt werden.

Tipp 9: Professionelle Newsletter-Software nutzen

Ein oft unterschätzter Faktor ist die verwendete Software. Aus Kostengründen greifen viele auf günstige oder selbst installierte Lösungen zurück. Das hat häufig gravierende Nachteile. Vor allem die Zustellbarkeit leidet bei selbst gehosteten Systemen erheblich.

Da der Versand meist über Standard-Mailserver erfolgt, erreichen nicht selten nur etwa 50 % der E-Mails tatsächlich ihr Ziel. Das bedeutet: Ein großer Teil der Nachrichten geht verloren, noch bevor sie überhaupt im Posteingang ankommen.

Es gibt sehr kostengünstige Anbieter von E-Mail-Marketing, die bereits in der Testphase die Nutzung aller Funktionen erlauben:

  • CleverReach ist einer der ersten und innovativsten Anbieter in ganz Europa. Damit lassen sich nicht nur klassische Newsletter, sondern auch vollständig automatisierte E-Mail-Serien erstellen, die Interessenten in Käufer umwandeln.
  • Rapidmail ermöglicht das unkomplizierte Versenden von E-Mails und bietet einige automatisierte Funktionen. Ein Paket, alles drin, was man braucht.

Professionelle Lösungen dokumentieren den Versandverlauf jeder Adresse und reagieren automatisch auf Probleme. Sie entfernen inaktive E-Mail-Adressen, die dem Ruf schaden, optimieren die Versandzeit und helfen sogar bei der Erstellung hochwirksamer E-Mail-Kampagnen.

Eine schlechte Reputation führt langfristig zu immer schlechteren Zustellraten. Weniger Zustellungen bedeuten auch weniger E-Mail-Leser und somit weniger Umsatz.

Aus diesem Grund sollten Newsletter auch nicht über klassische E-Mail-Programme wie Thunderbird oder Outlook versendet werden. Wenn man doch eine eigene PHP-Newsletter-Software nutzt, sollte zumindest sichergestellt werden, dass diese den Versand über externe und reputative Mailserver ermöglicht.

Fazit

Die vorgestellten Tipps präsentieren die wirkungsvollsten Strategien, um die Öffnungsrate eines Newsletters nachhaltig zu erhöhen. Dabei ist es entscheidend, die Bedürfnisse und Erwartungen der Empfänger konsequent in den Mittelpunkt zu stellen. In informationsgetriebenen Branchen überzeugen hochwertige Inhalte mit hohem Mehrwert.

Im E-Commerce-Bereich punkten gezielte Angebote zum richtigen Zeitpunkt. Potenzielle Käufer schlagen zu, wenn der Zeitpunkt passt.

Besonders effektiv ist zudem die Segmentierung der Empfänger nach Interessen. Erhalten Empfänger ausschließlich Inhalte, die sie wirklich interessieren, steigt die Öffnungsrate automatisch. Große Massenmailings verlieren zunehmend an Wirkung.

Die Zukunft gehört maßgeschneiderten E-Mail-Kampagnen. Je personalisierter, relevanter und inhaltlich wertvoller sie sind, desto größer ist ihr Erfolg. Genau darin liegt der Schlüssel zu überdurchschnittlich hohen Öffnungsraten.

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